Die Arbeiten an der Fahrbahndecke (Sietow <-> Malchow) sind auf der Bundesstraße B 192 laut Straßenbauamt Neustrelitz abgeschlossen. Bis zum 31.10.2020 werden noch Restarbeiten erledigt, daher kann es zu halbseitigen Einschränkungen, besonders an der Kreuzung in Penkow kommen.

Der Bauabschnitt wird bis dahin noch mit Barken gesichert, Anlieger/Gäste/Mitarbeiter können jedoch die Strecke befahren (Ausschilderung ist erfolgt). Die jeweiligen Teilabschnitte der Baumaßnahme finden Sie - HIER -.  Auf Grund der Bauarbeiten und der damit einhergehenden Umleitungen müssen die Verkehrsteilnehmer mit erheblichen Beeinträchtigungen und Zeitverlusten rechnen. 

DAMALS, VOR UND WÄHREND DER ENTSTEHUNG ZUM LAND FLEESENSEE 

Alle Orte, außer Untergöhren, wurden im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Göhren wird urkundlich am 8. Januar 1296 erstmalig aufgeführt. Gorne, das heutige Göhren wird abgeleitet aus dem slawischen = am Berge und auch Lebbin ist aus dem slawischen = Schwanenort.

Die früher am Kölpinsee gelegenen Orte wanderten mit Ansteigen des Wasserspiegels ins Landesinnere. So findet sich nördlich von Lebbin am Weg zum Kölpinsee ein gut erhaltener Burgwall. Ein zweiter Burgwall aus dem 8. bis 9. Jh. befindet sich östlich von Lebbin nahe Wendhof. Er hat einen Durchmesser von 60 m, eine Höhe von 2 m und ist mit Eichen bewachsen. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts befand sich das Gut Lebbin im Besitz der Familie von Below, dann der von Gamm auf Göhren, später der von Grape. 1822 erwarb Graf Ludwig von Blücher das Gut. Sein Sohn Graf Ludwig II. ließ 1842 außerhalb der Gutsanlage ein Herrenhaus erbauen, musste das Gut 1871 an den Freiherrn Tiele-Winckler veräußern.

Von 1843 bis 1914 hieß das Dorf Blücher, aus dieser Zeit stammt auch das Schloss Blücher, das heute als Hotel genutzt wird und von einem Park umgeben ist. Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Göhren-Lebbin und seinen Ortsteilen ist untrennbar mit der gesellschaftlichen Veränderung gekoppelt - Gutsherrschaft, Altsiedlungszeit und Nachkriegszeit. 1912 brannte das Herrenhaus vollständig aus. Auf den Grundmauern entstand das heutige neobarocke Herrenhaus mit den beiden markanten Türmen. Ab 1926 wurden Herrenhaus und Gut verpachtet und 1934 an Herrn Barfurth verkauft. Während des Zweiten Weltkrieges wurden Teile des Herrenhauses als Schule genutzt, ein geringerer Teil als Wohnung. Nach 1945 diente es als Konsum, Gaststätte, Arztpraxis, Kindergarten und Sitz der Gemeindeverwaltung.

Bis 1956 wurden 10 Höfe und Stallungen von Neusiedlern errichtet. 1959 begann man mit dem Straßenbau von Penkow nach Göhren-Lebbin, um somit das Dorf an das Straßennetz anzuschließen. Schon seit den 60er Jahren ist Göhren-Lebbin und vor allem Untergöhren als attraktiver Urlaubsstandort geprägt. Betriebe aus allen Teilen der damaligen DDR bauten in einem kurzen Zeitraum ca. 300 Bungalows und mehrere Ferieneinrichtungen. In den 70er Jahren entstanden im Dorf die Verkaufsstelle und die Gaststätte. Nach und nach wurden immer mehr Handwerksbetriebe gegründet. Geprägt war die Gemeinde durch die Pflanzen- und Tierproduktion. 1974 wurde das Herrenhaus saniert und dann als Ferienheim genutzt. Nach 1990 entstand in Göhren-Lebbin eine Ferien- und Freizeitanlage Land Fleesensee, deren Mittelpunkt das Herrenhaus „Schloss Blücher" bildet. Es entstanden neue Ferienhäuser, Hotelanlagen, der Strandbereich wurde neugestaltet, eine Bootsanlegestelle, eine 72-Loch Golfanlage und die heutige SPAworld errichtet.

Die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde wird durch Landwirtschaft und Tourismus geprägt. Daneben haben sich einige Gewerbebetriebe niedergelassen. Untergöhren und Göhren-Lebbin präsentierten sich als historisches und doch zugleich modernes Urlaubsresort.


Ein Blick in die Vergangenheit


Ortsteile der Gemeinde Göhren-Lebbin

UNTERGÖHREN 

Eine besondere Rolle spielt die uferseitige Erschließung des Fleesensees im Ortsteil Untergöhren. Die wunderschönen Liegewiesen mit Badestellen, Sanitär- und gastronomische Anlagen, die ansäßige Wassersportbasis, die Schiffsanlegestelle der regionalen Fahrgastschiffe, Boots- und Angelverleih und das SBS Yachthafenresort mit seinen 100 Liegeplätzen gehören zur heutigen touristischen Infrastruktur von Untergöhren.


POPPENTIN

In Poppentin, dass ursprünglich ein Familiengut der uralten adligen Familie von Pritzbuer ist, befindet sich eine der ältesten Kirchen der Regio, die Feldsteinkirche Poppentin aus dem 13. Jahrhundert. Im hinteren Teil des Friedhofs steht das Grabmal der Familie Tiele-Winckler, eine 1890 errichtete Kopie des Segnenden Christus des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen (1770 - 1844). 


WENDHOF

Wendhof war, wie auch Poppentin, lange Zeit im Besitz von Baron Le Fort, 1871 hat es die Familie Tiele-Winckler erworben, die bekanntlich auch das Schloss in Göhren-Lebbin einst kaufte und später neu errichten ließ.


ROEZ

Der Ortsteil Roez, früher „Rositz“ genannt, verdankte bereits im 19. Jahrhundert seiner günstigen Lage im Dreieck Röbel-Malchow-Waren, dass im Ort eine große Schmiede gebaut wurde. Der Bauentwurf soll auf Schinkel zurückgehen. Diese vorteilhafte Lage kommt auch heute noch der Schmiede zugute.